Teil 1

Skitouren in Sälen, Schweden

 

 

übernachtung im Auto

Am Abend des 1. Februar erreichte ich nach heftigem Schneefall in der Dämmerung den bekannten Skiort Sälen im südlichen Teil Mittelschwedens. Auf diesem kleinen vom Schnee geräumten Platz verbrachte ich in meinem California eine ruhige Nacht bei minus 12° C.

 

In der Gegend um Sälen gab es viele kleine Hütten, in denen ich übernachten konnte.

 

Ich entschied mich jedoch für das bekannte Högfjällshotellet. Dieses Sporthotel ist Sammel- und Treffpunkt für Abfahrtsskiläufer, Tourenskier, Kungsledenwanderer und Snowmobilfahrer.

 

In einem Nebengebäude bekam ich ein großes Zimmer und durfte vor dem Haus parken. Keine Selbstverständlichkeit!

Als erstes erkundete ich den Beginn des berühmtesten Wanderweges Schwedens, den Kungsleden. Ich war überrascht, als ich feststellte, dass unter dem Torbogen mannshoch Schnee lag. Unter Umgehung des Torbogens fand ich nach einiger Suche den Kungsledentrail.

 

Ich schätzte, dass auf dem Kungsleden eine 2 Meter hohe Schneedecke lag. Die Bodenmarkierungen des Trails waren verschneit und nur auf frei liegenden Felssteinen zu entdecken. Eine eingelaufene Spur gab es noch nicht.

 

In der Nähe der Tannen ließ der Wind nach und es umgab mich eine wunderbare Stille.

 

Auf der freien Hochebene hatte der Wind den Schnee zusammengepresst.

 

Sälen und Umgebung ist bekannt für seine Ski- Abfahrtshänge. Für einen Alpin- Skifahrer wirken die Hänge nicht besonders steil und auch nicht besonders lang. Aber es täuscht ein wenig. Die Pisten sind an Hängen von 400 bis 600 Meter Höhenunterschied angelegt. Jeden Tag machte ich eine Skitour am Rande der Piste hinauf und teilweise durch den Wald wieder hinunter .

 

Einmal wurde ich vom Nebel überrascht. Im Dämmerlicht des Abends musste ich den Weg zurück finden. Kein Problem, denn sofort schalteten sich die Lichter des Skiliftes ein und ich konnte mich orientieren.

 

So sah es abends unmittelbar im Zentrum von Sälen aus. Auf hell erleuchteten Pisten sausten Skifahrer und Snowbordder bis in die Nacht zu Tal.

 

Ich versuchte am Rand von Lindvallen auf einem Schneescooter-Trail, der nördlich nach Stöten führt, meine Pulka samt Ladung zu testen.

 

8 km hin und 8 km zurück habe ich auf dem Trail die Pulka von ca. 45 bis 50 kg in hügeligem Gelände gezogen. Mit diesem ersten Test war ich zufrieden.

 

Skitouren in Trysil in Norwegen

 

 

Nach 6 Tagen Sälen entschloss ich mich über die Grenze nach Norwegen und insbesondere zu dem Skiort Trysil zu fahren. Auf der Fahrt schneite es stark und ich war froh, dass mich auf der schneeglatten Straße der Allradantrieb vor Rutschpartien bewahrte. Schließlich fand ich eine preiswerte Unterkunft in einem Camping-Hotel am östlichen Stadtrand von Trysil. Hier der Blick aus meinem Zimmerfenster.

 

Ganz besonderen Spaß machte die Skitour auf das Trysilfjellet. Hier der Blick von der Reichsstraße 26 auf die vom Sonnenlicht beschienene Bergkuppe.

 

An den Rändern der Pisten führte mich der Trail 600 m den Berg hinauf.

 

Teilweise wand sich der Trail im feinsten Pulverschnee durch niedrigen Fichtenwald.

 

Schon war der Gipfel des Berges zum Greifen nah. Aber es sollte noch mehr als eine Stunde dauern bis ich die Kuppe erreicht hatte.

 

Der Wind wurde mit jedem Höhenmeter heftiger.

Auf der Kuppe des Berges beutelte mich ein kräftiger, eiskalter Wind. Ich hatte Mühe, meine Felle abzuziehen und mich auf die Abfahrt vorzubereiten.

Blick ins Tal auf Trysil.

 

Fahrt zum Femundsee

 

Am Montag, den 12. Februar, brach ich bei leichtem Schneefall und milder Temperatur von -2,5° C, zum Femundsee auf.

Über viele Kilometer begleitete mich die Trysilelv neben meiner Fahrstraße.

 

Als ich eine kleine Pause machte, stellte ich überraschend fest, dass unweit von mir ein Hunderennens statt fand. Ein schöner Moment, wenn die Hunde den Schlitten schweigend mit großem Tempo über den Trail ziehen.

 

Der zugefrorene Femundsee. Das kleine Boot mit den angelnden Fischern versetzte mich wegen der Eisdecke auf dem See in große Verwunderung. Aber bei genauen Hinsehen entdeckte ich, dass es der Wetterhahn auf eine alten Kate am Seeufer war.

 

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